Wiederholt Wohnen

Stadtleben | Tex Rubinowitz | aus FALTER 32/06 vom 09.08.2006

Rubinowien In der ersten Folge der beliebten "Falter"-Sommerserie geht es um die Margaretenstraße. Und um einen "tschechischen Meister".

Die Margaretenstraße in Wien fängt sehr eigenartig an, nämlich wie ein richtiger Fluss hat sie eine Art Quelle. Sie beginnt nicht, wie es logisch wäre, am Karlsplatz, und auch nicht dort, wo die Operngasse aufhört, sondern am kleinen Rilkeplatz, der wiederum an der Wiedner Hauptstraße liegt. Das ist alles sehr merkwürdig, weil dieses kleine Stückchen Margaretenstraße so gar nichts von der "richtigen" Margaretenstraße, vom Hauptstrom, hat. Auf dem Stadtplan ist sie auch nicht gelb, sondern, wie alle schmalen Gässchen, weiß eingezeichnet, also wie der junge Nil weißer und der breite blauer Nil heißt, obwohl er schmutzig gelb ist. Schuld ist nur die Oper, denn sie konnte offenbar nicht der sie bezeichnenden Straßen genug bekommen. Die Operngasse beginnt am Albertinaplatz, geht über den Opernring, windet sich dann so komisch über den Beginn


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