Hundert Jahre "Schafblattl"

Politik | Herwig G. Höller | aus FALTER 32/06 vom 09.08.2006

Presselandschaft Der konservative "Ennstaler", Pflichtlektüre der Ennstaler Dorfbevölkerung, trotzt der übermächtigen Styria und hat mit Tradition Erfolg. Das Blatt feiert nun einen runden Geburtstag.

Nicht bloß Waffe für die Erwerbsstände gegen ihre Feinde wolle er sein, so das erste Editorial des Ennstaler am 4. November 1906, sondern auch seine Leser über die Vorgänge in der Heimat und draußen in der Welt in Kenntnis setzen. Mitinitiiert vom konservativen Politiker Michael Schoiswohl hatte der katholische Pressverein der Diözese Graz-Seckau, die Mutter des heutigen Styria-Konzerns, eine lokale Wochenzeitung gegründet, die sich um das medial brachliegende Ennstal kümmern sollte. Die politische wie inhaltliche Positionierung, der man seitdem hundert Jahre lang in Grundzügen treu blieb, war schon in der ersten Ausgabe klar: Man polemisierte einerseits gegen die sozialdemokratische Tageszeitung Arbeiterwille (1890-1934) und schrieb andererseits von "wahrheitsgetreuen und hochinteressanten


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