Neapel an der Mur

Stadtleben | Wolfgang Pollanz | aus FALTER 32/06 vom 09.08.2006

Neues Lokal Was macht man, wenn man Sehnsucht nach der alten Heimat hat und doch lieber in der neuen bleibt? Man eröffnet ein Lokal und lässt die Gäste an seiner Sehnsucht teilhaben.

Stefania Rotili-Fruhwirth geht es wie vielen Immigranten. Seit 23 Jahren lebt sie jetzt in Österreich, die andere Hälfte ihres Lebens verbrachte sie in Italien. Ist sie also eine italienische Österreicherin oder eine österreichische Italienerin? Und weil sie vor einiger Zeit ihr Leben neu ausrichten wollte, dachte sie über eine Rückkehr nach und ist dann doch in Graz geblieben, wo sie jahrelang ihre Muttersprache unterrichtet, bei UniT gearbeitet und ihren Lebensmittelpunkt gehabt hat. Als Überlebensstrategie hat sie sich, wie sie selbst betont, ein Stück Süditalien in Form des Lokals "Capperi!" (ein neapolitanischer Ausdruck, den man etwa mit "Wow!" übersetzen könnte) in ihr Leben geholt. Echte italienische (Ess-)Kultur als Bewältigung einer Midlifecrisis? Ach, würden bloß mehr Menschen in


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige