Fidels Ende


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

AUSLAND Auch ohne Fidel Castro hat das autoritäre System auf Kuba gute Chancen weiterzubestehen.

Revolutionäre Sinnsprüche sind auf Kuba genauso allgegenwärtig wie Porträts des Staatsheiligen Ernesto "Che" Guevara. Aber Denkmäler für sich selbst hat Fidel Castro in den 48 Jahren seiner Herrschaft streng verboten. Mag sein, dass die Monumente vergangener Caudillos, die so viele Plätze in ganz Lateinamerika zieren, den kubanischen Staatschef allzu sehr an die Vergänglichkeit politischer Macht erinnern. Nun hat mit seinem Rücktritt der revolutionäre Absolutismus auf Kuba sein Ende gefunden. Das auf Veränderungen so wenig eingestellte castristische System muss nun ohne Maximo Líder funktionieren.

Etwas voreilig proklamieren die rechten Exilgruppen in Florida schon den antikommunistischen Volksaufstand. Im State Department in Washington DC wälzt man Krisenpläne für den Fall eines raschen Zusammenbruchs des Regimes, der zu gewaltsamen Zusammenstößen und Flüchtlingsströmen in

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