Alles Schmarotzer?

Vorwort | August Gächter | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

KOMMENTAR Was ist wirklich dran an dem Mythos, dass Ausländer so viel kosten?

Für den, der - wie kürzlich BZÖ-Spitzenkandidat Peter Westenthaler - eine Sozialschmarotzerdebatte vom Zaun brechen will und dafür "die Ausländer" heranzieht, ist es besonders einfach, wenn er von der Sache nichts versteht. Zu den Fakten: Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat errechnet, dass ausländische Staatsangehörige im Jahr 2002 rund 287 Millionen Euro mehr aus Kranken-, Unfall-und Arbeitslosenversicherung bezogen hätten, als sie eingezahlt hätten. Ihre Lohn-und Mehrwertsteuerzahlungen seien um rund 103 Millionen Euro geringer gewesen als die Leistungen aus Karenzgeld, Geburtenbeihilfe, Familienbeihilfe, Mutter-Kind-Pass, Schulsystem und Wohnbauförderung.

Die Reaktion der kleinen rechten Wahlkämpfer war zu jammern, dass "die" was kosten. Wer seriöse Politik betreiben will, müsste sich bei den Wifo-Ergebnissen allerdings zuerst fragen, wie die gleiche Rechnung bei den österreichischen Staatsangehörigen


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