"Gott, das verbindet"

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

GESELLSCHAFT Der Soziologe Harald Katzmair über das alte Bild vom Politiker am Berg, schwarze Rituale in Mariazell, brüchige linke Netzwerke und über das mythologische Personal in den "Seitenblicken".

Harald Katzmair pfeift sich nichts. Er verschränkt Modelle aus der Ökologie mit solchen aus der Mathematik, der Anthropologie, der Linguistik, je nach Projekt. Der 36-jährige studierte Soziologe und Philosoph sitzt jetzt in einem Bürohaus in der 1168 Folsom Street, San Francisco, weil ihm das Denken an der Wiener Universität "zu eng" war. "Dort kategorisiert man sich immer selbst, ich bin Soziologe, ich bin Ökonom - diese Tribalisierung hat mich extrem gestört. So kann man keine zeitgemäße transdisziplinäre Wissenschaft betreiben", sagt er. Mit 22 verließ der damalige Uni-Assistent deshalb die Alma Mater und gründete ein Unternehmen, vergangenes Jahr expandierte Katzmair in die USA.

Seit 1999 erforscht sein FAS-research-Institut gesellschaftliche Netzwerke. Katzmair verkauft seine


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