Kommentar

Donaucity: geilere Skyline?

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

"Bauen, bauen, bauen!", empfiehlt der französische Architekt Dominique Perrault zur Belebung neuer, unwirtlicher Stadtviertel (siehe auch den Artikel auf Seite 18). Nur eine fortwährende Verdichtung erzeuge das für den städtischen Raum kennzeichnende Gewusel zwischenmenschlicher Aktivitäten.

Mit zwei Hochhäusern neben der Reichsbrücke möchte Perrault nun Leben in die Büro-und Schlafcity auf der Platte bringen. "Höher, höher, höher!", ruft der gewöhnliche Weltenbummler mit einer Schwäche für asiatische Küche und die Architektur der Fünfzigerjahre, dem im Vergleich zu den Wolkenkratzern New Yorks oder Shanghais die "Wiener Tauern" (Hochhäuser werden auf Investorendeutsch Tower genannt) wie Sandburgen erscheinen.

Schön ist es, in einem Hochhaus zu wohnen und zu leben. Nichts ist erhebender als eine Cocktailparty mit Panoramablick und Überstunden in Büros mit Aussicht auf farbenprächtige Sonnenuntergänge. Für die übrigen Stadtbenutzer sind die Towers Kulisse; sie haben


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