Der Wolkengräber

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

ARCHITEKTUR Der französische Architekt Dominique Perrault errichtet demnächst das höchste Haus Wiens. Im Gespräch mit dem "Falter" erläutert er, warum er seine Gebäude am liebsten verschwinden lässt.

Er habe eine körperliche Beziehung zur Erde, sagt Dominique Perrault am Rande seiner aktuellen Werkschau im Architekturzentrum Wien. "Ich grabe gerne Löcher in den Boden." Der 53-jährige Pariser Architekt zeigt in Wien vier geplante oder in Bau befindliche Projekte: einen Theateranbau in St. Petersburg, ein Tennisstadion in Madrid, eine Universität in Seoul sowie die beiden - 220 und 160 Meter hohen - Sky Towers in der Wiener Donaucity (siehe Kasten). In den Sommerferien greift er im Garten seines Ferienhauses in der Normandie gerne zur Schaufel. "Ich bin nicht wie jene puritanischen Architekten der modernen Bewegung, die nicht mit dem Boden in Berührung kommen wollen." Diese hätten Säulen gebaut und Häuser draufgesetzt. "Ich bin da erdverbundener."

So sehr mag Perrault die Scholle,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige