Streifenweise

Kultur | M. Pekler / J. Schätz | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

Die Konkurrenz ist hart, auch unter Superhelden: Weil die Kollegenschaft im Fledermaus-und Spinnenkostüm mittlerweile ebenfalls in Serienproduktion gegangen ist, war es höchste Zeit, der in den frühen Achtzigerjahren populärsten Verfilmung eines DC-Comic neues Leben einzuhauchen. "Superman Returns" heißt die Fortsetzung der Flugshow, die Bryan Singer ("X-Men") inszeniert hat. Diesmal will Intimfeind Lex Luther (Kevin Spacey) den zurückgekehrten Helden (Brandon Routh) endgültig ums Eck bringen, genauer von der Klippe jenes neuen Kontinents stoßen, auf dem er sein Reich des Bösen zu errichten gedenkt. Den Kampf um dieses Antiatlantis geht Singer überraschend geruhsam an, beweist Humor und Liebe zum Detail, um im Finale dem rasenden Stillstand zu frönen. "Why the world needs Superman" übertitelt Lois Lane (Kate Bosworth) am Ende ihren Leitartikel, doch der Bildschirm bleibt leer: Angesichts der Produktionskosten von 200 Millionen Dollar verhält es sich nämlich eher umgekehrt.


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