Immer noch Bohémien

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

MUSIK Wie Stephen Duffy, die vergessene Koryphäe des britischen Achtzigerpop, zu einem Stammplatz in Robbie Williams' Privatjet kam.

Wenn Robbie Williams über die Stadionbühnen der Welt gockelt, werden die Domestiken, die hinter seinem Rücken den Sound liefern, allzu leicht übersehen. Besonders der unauffällige, schmächtige Mann, der da so höflich die akustische Gitarre streichelt: Man sieht es ihm nicht an, aber Stephen Duffy zieht im Hintergrund die Fäden. Als der Sänger und Gitarrist vor Jahren allein bei einem FM4-Fest in der Arena spielte, wurde er vom banausenhaften Mob brutal übertönt. Demnächst im Ernst-Happel-Stadion wird Robbie diese Aufgabe übernehmen. Sein Sidekick und Songschreiber wird dazu nur hintergründig lächeln.

Ende der Siebzigerjahre spielte der in Birmingham aufgewachsene Duffy in einer Kunstschülerband, die sich von einer Figur aus dem Jane-Fonda-Film "Barbarella" den Namen Duran Duran auslieh - eine schlaue Anbiederung an Barbarella's, den damals wichtigsten


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