Aufgeblättert

Martin Lhotzky | Kultur | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

In Rom herrscht Kaiser Vespasian, und Marcus Didius Falco, der von Lindsey Davis geschaffene abgebrühte Privatermittler mit Herz und Familie, will von seinem letzten Auftrag in Südbritannien nach Hause. Leider stolpert er auf dem Weg bei einem "Mord in Londinium" nicht nur über mehrere Tote, eine Exgeliebte und ein Straßenkind, sondern auch über die Schattenseiten der römischen Zivilisation im keltischen England - aus Italien importierte Bandenkriminalität.

Daheim in Rom dann muss Marcus Didius Falco für abgefeimte Anwälte den "Tod eines Senators" untersuchen. Einem Urteil entzog sich jener Herr scheinbar durch Selbstmord, vielleicht aber haben ihn auch sein Sohn oder seine Frau des Erbes wegen ermordet. Falco enthüllt bald das abgekartete Spiel der Rechtsverdreher und deckt nebenbei noch ein Familiengeheimnis auf. Beide Romane, in kurzer Folge auf Deutsch erschienen, sind etwas langatmig geraten, aber wenn man dem hard-boiled Stil immer noch etwas abgewinnen kann, über weibliche

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