"Vielleicht verrannt"

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 33/06 vom 16.08.2006

STADTMENSCH Sie hat das Wiener Wesen erforscht und Hundekot mit Fähnchen "verschönert", nun hat Cornelia Ehmayer ein neues Projekt: Die Stadtpsychologin will herausfinden, wie wichtig den Wienern der Donaukanal ist.

Geboren in Ternitz, beschäftigt sich Cornelia Ehmayer seit Jahren mit den emotionalen Bindungen der Wiener zu bestimmten Orten in der Stadt. Jetzt ist die Stadtpsychologin und Initiatorin des Bürgerbeteiligungsprojekts Agenda 21 am Donaukanal unterwegs und geht der Frage nach, wie sehr die Wiener ihr Stadtgewässer mögen. Ehmayer und ihr Team aus Psychologiestudenten interviewen dafür Menschen, die am Kanal unterwegs sind - der Falter wollte von ihr wissen, welche Gefühlsregungen ihr bislang dort begegnet sind.

Falter: Muss man eigentlich woanders aufgewachsen sein, um den Wienern ihre Stadt zu erklären?

Cornelia Ehmayer: Vermutlich stellt sich die Frage nach dem Wiener Wesen mehr, wenn man von woanders kommt. An dem Ort, an dem man aufwächst, nimmt man ja alles für viel


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