Labyrinthe des Blicks

Steiermark Kultur | Franz Niegelhell | aus FALTER 34/06 vom 23.08.2006

MEDIENKUNST Der Medienturm schickt Besucher in die Dunkelheit. Erleuchtung inklusive.

Bis jetzt waren die Räume des Grazer Medienturms bei Ausstellungen zumeist von den Bildschirmen flackernder Digitalkunstwerke erleuchtet. Diesmal zeigen Siegrun Appelt und Gerold Tagwerker höchst reale Szenerien. Tagwerker hat einen labyrinthischen Gang durch die Galerie gebaut, für den der Kunstverein alle möglichen zusätzlichen Räume geöffnet hat, sodass man rasch die Orientierung zu verlieren glaubt. Vor allem, weil der verwinkelte Gang nicht aufhören will und sogar bis in den Keller reicht.

Das Dunkel ist dabei wie eine Art Spiegel; jeder kann darin sehen, was er will. Von B-Movie-Szenerien bis hin zu Zitaten von Klassikern der Minimalart, auf die sich Tagwerker in seiner Kunst immer wieder bezieht. Und nachdem die Dunkelheit das Licht braucht, wird der Gang von flackernden Neonröhren beleuchtet. Wer wüsste über das Zusammenspiel von Licht und Dunkel besser Bescheid als Filmemacher? Und so


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