Feind ohne Land

Otmar Höll | Vorwort | aus FALTER 34/06 vom 23.08.2006

KOMMENTAR Im Kampf gegen den Terror ist das blinde Vertrauen auf militärisch-technologische Mittel ein grundlegender Fehler.

Der von der Regierung der USA in der Folge des 11. September ausgerufene "Krieg gegen den Terror" zu dessen endgültiger Vernichtung ist bislang offensichtlich alles andere als erfolgreich. Statt einer Verringerung der Terrorismusgefahr droht eine Spirale der Gewalt. Als Analogie bringt die Phrase vom Krieg zwar deutlich die legitime Absicht zum Ausdruck, dem Terrorismus mit aller Entschlossenheit entgegenzutreten, als wortwörtlich genommene Anleitung zum wirksamen politischen Handeln ist die Kriegsanalogie aber weitgehend ungeeignet. Sie ist weder geeignet, eine Klärung der Problemlage herbeizuführen noch die vom Terrorismus ausgehenden Gefahren nachhaltig zu beseitigen.

Der internationale Terrorismus ist kein mit Nationalstaaten vergleichbares Gebilde, das man einfach und präzise definieren und dann militärisch bekämpfen könnte. Er ist zuallererst eine gewaltsame

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