DOLM DER WOCHE

H. Gschwentner

Politik | aus FALTER 34/06 vom 23.08.2006

Kein Mensch östlich der Kitzbühler Alpen kennt Hannes Gschwentner. Allzu viel dürfte der Rest Österreichs dabei nicht verpassen. Der Tiroler SP-Chef, Sozialreferent und Landeshauptmannstellvertreter fällt in der Debatte um den Pflegenotstand mit abenteuerlicher Wortwahl und sturen Argumenten auf. Niemals könnten die "ostböhmischen Arbeitssklaven", die Tausende Senioren in Österreich pflegen, legalisiert werden, poltert Gschwentner. Wer dann auf die Alten und Kranken aufpassen soll? Da müssten eben die Frau oder Angehörige zu Hause bleiben, meint der Sozialdemokrat locker. Bravo! Diese Idee wird allen Berufstätigen eine ungeheure Unterstützung sein. Es ist an sich zwar löblich, wenn sich ein Politiker um die miesen Arbeitsbedingungen von Ausländern schert. Doch nur auf die Gesetze zu pochen hilft nicht weiter. Ein Problem löst man nicht dadurch, indem man es einfach ignoriert.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige