Weißer Tee statt Kokain

Sebastian Fasthuber | Kultur | aus FALTER 34/06 vom 23.08.2006

LITERATUR In ihren neuen Büchern setzen Alexander von Schönburg und Florian Illies der Alltagshektik eine Besinnung aufs einfache Leben entgegen.

Der moderne Mensch lebt im Konjunktiv. Eigentlich könnte er es schön haben. Wäre nur nicht so verteufelt wenig Zeit. Hätte der Tag doch dreißig, vierzig Stunden. Da würde sich zwischen Arbeit, Familie und Schlafengehen wieder mehr ausgehen als nur Fernsehen und Sofaschlaf. Vielleicht sogar ein gutes Buch. Man kennt das ja.

Auch Antworten auf die Logistikprobleme der Patchworkfamilien und Arbeitstiere von heute gibt es längst zur Genüge. Ratgeberliteratur zu Schlagworten wie "Zeitmanagement" oder "Entschleunigung" boomt seit Jahren. Das Problem ist nur, dass sie einen noch hektischer macht. Immerhin will die Zeit, um all die Tipps zu lesen, auch erst mal gefunden werden. Und am Ende weht einem aus "Simplify Your Life"-Schmökern meist ohnehin nur heiße Luft entgegen.

Von Berufs wegen nie um einen guten Ratschlag verlegen ist auch Alexander

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