Mangattacke!

Stadtleben | Thomas Prlic | aus FALTER 34/06 vom 23.08.2006

POPKULTUR Comics, die man rückwärtsliest, Menschen, die sich als Videospielfiguren verkleiden, und Bands in seltsamen Kostümen: Beim Festival Aninite kann man kommendes Wochenende im Wuk das bunte Spektrum japanischer Popkultur kennen lernen. ´

Beim Anblick von Christine Kmenta und Mario Posch bekommen Passanten manchmal große Augen und japanische Touristen applaudieren. Natürlich nur dann, wenn sie entsprechend kostümiert sind. Kmenta und Posch - mit Szene-Nicknames heißen sie Aya und Ryo - sind Cosplayer. Das ist eine Abkürzung für "Costume-Play" und eine Bezeichnung für Leute, die sich in ihrer Freizeit gerne als Figuren aus japanischen Manga-Comics, Anime-Filmen oder Videospielen kostümieren. "Na, geht's in die Schlacht?", wurde Ryo einmal gefragt, als er mit selbstgebasteltem 1,90-Meter-Schwert in der Straßenbahn saß.

In Japan sind Cosplayer keineswegs so ein ungewohnter Anblick wie bei uns. Vor allem am Wochenende schlüpfen dort viele Menschen in die Kostüme ihrer Manga-oder


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