AUSSTELLUNG

Vom Ballungsraum zum Bürgerschwund

Steiermark Stadtleben | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

Es geht uns insgesamt bei der Ausstellung darum, dass man in Eisenerz nicht allein ist, und dass auch die österreichische Entwicklung nicht alleine steht", erklärt Raumplaner Richard Resch. Gemeinsam mit Architektin Inge Nussmüller gestaltet er die Ausstellung "Umbruch - Aufbruch", die ab 8. September in Eisenerz zu sehen ist. Dabei wird eine Problematik von globalem Ausmaß angesprochen: Das Schrumpfen früherer Ballungsräume. "Bei uns ist das noch ein ziemliches Tabu", meint Resch. Andere Regionen, beispielsweise Ostdeutschland, setzten sich schon wesentlich länger mit ihren ehemaligen Industriegebieten auseinander.

Bis Anfang Dezember können die Eisenerzer aber von deren Erfahrungen profitieren: Die Ausstellung bringt internationale Erfolgsbeispiele und eigens zugeschnittene Lösungsansätze. In "Umbruch - Aufbruch" werden erste Ergebnisse des internationalen Ideenwettbewerbs zur Zukunft von Eisenerz präsentiert. Das Motto: Weniger kann auch mehr sein. Später sollen die fünf besten Vorschläge konkretisiert werden. "Das Positivste, das ich mir erwarte, wäre, dass aus diesen fünf Projekten ein Entwicklungskonzept entsteht", erklärt Co-Initiator Werner Nussmüller. Bis es so weit ist, kann sich jeder im Eisenerzer Stadtmuseum aber schon einmal mit den Ursachen und Folgen von Zersiedelung und Entsiedelung beschäftigen. Neben internationalen Bevölkerungsströmen werden konkrete Beispiele aus der Steiermark vorgeführt: So wird auf die Entwicklung von Mariazell, Seiersberg und Eisenerz eingegangen und gezeigt, wie sich in einer globalisierten Welt auch der Alltag verändert. Nächstes Jahr soll die Ausstellung nach Graz kommen.

Umbruch - Aufbruch: 8.9.-10.12., Stadtmuseum Eisenerz.


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