STADT LAND

Steiermark Stadtleben | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

KZ-AUSSENLAGER In Historikerkreisen war es nicht gerade das, was man ein gut gehütetes Geheimnis nennt. Dass Schloss Lannach, seit 1966 Firmen-und seit 1980 auch Wohnsitz der Familie von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP), bis 8. Mai 1945 eines von acht steirischen Außenlagern des KZ Mauthausen war, war seit Jahren bekannt und auch bereits einschlägig publiziert. Dennoch sorgte ein entsprechender Bericht des "Standard" bei Bartenstein für Verwunderung. "Diese für mich völlig neuen Informationen sind bedrückend und machen mich tief betroffen", erklärte der Minister. Noch weit verwunderlicher: Ausgerechnet der Grazer Zeithistoriker und Schüssel-Freund Stefan Karner, dessen Dissertation dereinst ein Nachwort des NS-Reichsrüstungsministers Albert Speer zierte, (siehe Falter 13/06) soll jetzt Licht in die Angelegenheit bringen.e


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