hundert jahre zeitausgleich

Steiermark Stadtleben | Johannes Schrettle | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

jüber kurz oder lang das augartenbad wird anfang september geschlossen, weil die sonne schon zu tief steht. der GV muss dann an anderen orten vollzogen werden, zum beispiel am schloßberg, der aber viel zu steil ist, zumindest am osthang. dort wird die sackstraße aufgegraben, damit nächstes jahr neue straßenbahnen in betrieb genommen werden können, die bis zu acht meter länger sind als alles, was wir bisher an straßenbahnen kennen. auf den ersten blick schätzt man diese ungetüme auf zwanzig meter oder mehr. schon jetzt haben straßenbahnfahrerInnen angst, dass sie diese neuen fahrzeuge nicht mehr kontrollieren können und dann gekündigt werden und auch noch lohnsteuern nachzahlen müssen. alles das erfahren wir im augartenbad, wo die letzten tage des ZA dazu verwendet werden, um wieder wach zu werden für kreative und fleißige arbeitstage. die ersten tage wurden gebraucht, um in ZA oder urlaubsstimmung zu kommen, die mittleren tage müssen zur entspannung verwendet werden oder um zimmer neu zu verputzen oder um endlich ausgiebig und in vielen varianten, zum beispiel mit erdbeeren, den GV zu vollziehen. die tage und der GV werden kürzer, weil die uhr wieder rückwärts läuft, die schatten und die straßenbahnen werden länger. auf die länge aber kommt es nicht an, sondern darauf, wie man damit umgeht! auch zwei tage ZA können wunderschön sein, wenn man sie bewusst genießt. und genau so ist es mit den straßenbahnen


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