Ende eines Oligopols

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

AUSLAND Die nukleare Aufrüstung scheint unaufhaltsam. Unter den Aufrüstern sind so schwierige Staaten wie der Iran. Was tun?

Ein Dutzend oder mehr neuer Atommächte in den nächsten 25 Jahren, das hält der Historiker Immanuel Wallerstein für die wahrscheinlichste Folge des sich beschleunigenden Rückganges des amerikanischen Einflusses in der Welt. Das mit dem Atomsperrvertrag festgeschriebene nukleare Oligopol einiger weniger habe sich zwar lange als erstaunlich stabil erwiesen, es steht aber jetzt vor dem Kollaps, analysiert Wallerstein in der Londoner Zeitschrift New Left Review. Vorbei sind die Zeiten, als selbst Staaten mit fortgeschrittenem Know-how wie Brasilien, Argentinien, Südkorea oder Südafrika auf internationalen Druck hin ihr Nuklearprogramm aufgegeben haben. Jetzt geht der Trend in die andere Richtung. Die USA konnten oder wollten die nukleare Rüstung Indiens und Pakistans nicht bremsen, ein nuklearer Schlagabtausch konnte 1999 nur mit Mühe verhindert werden. Alle


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