"Im Namen der Republik!

aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

Durch den Artikel der periodischen Druckschrift "Falter" Nr. 19/05, Seite 14f mit der Überschrift "GV mit einer Negerin" und nachfolgenden über die Antragstellerin Richterin Dr. Ingeborg Kristen verbreiteten Behauptungen und zwar:

- "Richterin Ingeborg Kristen unterstellt der Asylwerberin im Urteil ohne Beweise die niedrigsten Motive";

- "Richterin Ingeborg Kristen spricht den Wachmann frei. Gewiss, wenn sie Zweifel an der Schuld des Angeklagten hat, dann muss sie das tun. Doch diese Richterin und ihre Schöffen haben keine Zweifel an der Schuld der Frau. Sie rechnen mit der Afrikanerin ab, und sie unterstellen ihr - ohne einen Beweis zu liefern - die übelsten Absichten.";

- die Antragsstellerin hätte maßgebliche Beweismittel bewusst ignoriert und ein skandalöses Urteil gefällt ("Der Skandal ob des Urteils blieb aus") wurde in einem Medium der objektive Tatbestand der üblen Nachrede nach § 111 Abs 1 und 2 StGB hergestellt und die Falter-Zeitschriften-Gesellschaft m.b.H. als Medieninhaberin zur Bezahlung einer Entschädigung nach § 6 MedienG an die Antragstellerin in Höhe von J 7000,- sowie zur Urteilsveröffentlichung und Kostenersatz verurteilt.

Landesgericht für Strafsachen Wien

Wien, am 12.12.2005"


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