Hässliche Wände

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

RASSISMUS SOS Mitmensch kritisiert, dass die Polizei rassistische Beschmierungen an Hauswänden ignoriert - und zeigt nun über 500 Fälle beim Innenministerium an.

Neger töten", "Türken raus": Was an Wiener Hausmauern geschrieben steht, ist strafbar und sollte auch verfolgt werden, meint SOS-Mitmensch-Sprecher Philipp Sonderegger: "Die Polizei ist verpflichtet, rassistische Beschmierungen, die den Tatbestand der Verhetzung darstellen, sofort zur Anzeige zu bringen." Allerdings geschehe dies nur in den seltensten Fällen. Im Verfassungsschutzbericht 2006 sind lediglich 35 rassistische Graffiti dokumentiert. Die "Rassismus-Paparazzi" von SOS Mitmensch, die seit einigen Wochen jede ausländerfeindliche Beschmierung per E-Mail oder vom Handy an die Homepage www.rassismusstreichen.at schicken, haben aber binnen kurzer Zeit mehr als 500 Fälle dokumentiert.

Weil ihnen das Dokumentieren von Rassismus im Wiener Stadtbild alleine nicht reicht, trugen SOS-Mitmensch-Sprecher Sonderegger und "Rassismus


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