Narfs und Killeraffen

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

FILM Der Mysterythriller "Das Mädchen aus dem Wasser" erzählt von übersinnlicher Sinnstiftung und erzeugt allerhand kuriosen bis bedenklichen Unsinn.

Spätestens wenn im letzten Drittel des Films ein überheblicher Filmkritiker einer aggressiv knurrenden Kreuzung aus Hyäne und Kunstrasen begegnet und vor seinem Ableben schnell noch einen Monolog über Horrorfilm-Konventionen hält, ist klar: M. Night Shyamalans sentimentales New-Age-Märchen "Das Mädchen aus dem Wasser" ist womöglich der persönlichste und ganz sicherlich der durchgeknallteste Sommerblockbuster der Saison.

Seit dem Sensationserfolg der Gespenstergeschichte "Der sechste Sinn", der sich nicht zuletzt ihrem stilbildenden Überraschungsende verdankte, handeln die lethargischen Mysterythriller des M. Night Shyamalan nicht bloß von Geistern, Aliens oder Waldmonstern, die dysfunktionale Kleingemeinschaften bedrohen, sondern mindestens genauso sehr von ihren eigenen elaborierten Erzählmanövern und angestrengt kühnen Handlungsknoten.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige