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Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

THEATER Eine 33 Jahre alte Kapitalismusfarce als Stück der Stunde: Peter Handkes "Die Unvernünftigen sterben aus", inszeniert von Friederike Heller.

Treffen sich zwei Unternehmer. Sagt der eine: "Ich ging durch einen Supermarkt ..." Sagt der andere: "Du in einem Supermarkt?" Darauf der erste: "Es war mein eigener."

Peter Handkes frühes Drama "Die Unvernünftigen sterben aus" (1973) ist nicht unwitzig. Dass Friederike Heller das Stück bei den heuer ganz der Komödie gewidmeten Salzburger Festspielen (Young Directors Project) inszenierte, hatte also durchaus seine Richtigkeit. Die Inszenierung, die Anfang August in Salzburg Premiere hatte, ist eine Co-Produktion der Festspiele mit dem Burgtheater und übersiedelt diese Woche ins Akademietheater.

Mit "Untertagblues" hatte die 31-jährige Heller vor zwei Jahren im Akademietheater schon einmal bewiesen, dass sie ein Händchen für Handke hat; in der neuen Arbeit greift sie zu ähnlichen Mitteln. Die Hauptrolle spielt auch diesmal der speedige


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