Schau, die Muttersau!

Kultur | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

MUSIKTHEATER Mozart goes Musical: "Die Weberischen" von Felix Mitterer und den Tiger Lillies im Museumsquartier.

Cäcilie Weber ist böse. Aufs Geld aus, verkuppelt sie ihre Töchter mit dem Adel oder einflussreichen Zeitgenossen. Tochter Constanze zum Beispiel mit Mozart. Überhaupt war der Komponist den Webers verbunden, ließ sich von vier Töchtern und deren Mutter lieben, ausnehmen und aushalten. Die Geschichte hat Sex und Glamour, keine Frage. Darum ist es auch naheliegend, den Stoff im Mozartjahr auf die Bühne zu bringen.

Felix Mitterer hat, gemeinsam mit Martyn Jacques von den Londoner Tiger Lillies, für die Vereinigten Bühnen eine musikalische Komödie daraus gemacht: "Die Weberischen", eine ziemlich bittere Komödie, eingepackt in eine ziemlich bizarre Rahmenhandlung. Nach Mozarts Tod führt sein Librettist Emanuel Schikaneder mit den Hinterbliebenen ein Singspiel auf. Dabei schlüpft Schikaneder selbst in die Rolle der Mutter Weber. Mozart tritt nur als musikalisches Sample


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