Wahlen mit Zahlen


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

WAHLKAMPF In der Kulturpolitik läuft einiges schief, befinden die Grünen und fordern mehr Geld und weniger Spektakel.

Ein Kulturministerium muss her, forderte Wolfgang Zinggl, der Kultursprecher der Grünen, auf einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Es war der Auftakt zum Wahlkampf für die Nationalratswahlen am 1. Oktober in der Sparte Kulturpolitik. Die Forderung nach einem Kulturministerium begründet der Künstler und ehemalige Leiter des Kulturvereins Depot damit, dass derzeit das Kunststaatssekretariat, das Kultusministerium sowie weitere ministerielle Stellen mit Förderungsaufgaben beauftragt seien.

Zinggl konstatiert eine "seltsame Lähmung des Landes" durch eine konservative Kulturpolitik, die sich in "traditioneller Genuss-und Kulissenkunst" und "ästhetischen Leuchttürmen der Vergangenheit" äußere. Mit den Grünen in der Regierung könnten kleine Kulturinitiativen mit einer Erhöhung der Fördergelder von derzeit vier auf vierzig Millionen Euro rechnen. Vier Millionen

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