BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

Coney Island, der New Yorker Vergnügungspark im Süden von Brooklyn, erlebte seine Blütezeit um die Jahrhundertwende. Der am Meer gelegene Luna Park zog mit seinen Tausenden bunten Glühlampen bereits 1909 zwanzig Millionen Menschen wie die Motten an. In den Sechzigerjahren zerstörte sozialer Wohnbau Teile von Coney Island, und die Anlage kam durch Prostitution und Vandalismus herunter. Dennoch steht das Freizeitparadies heute nicht so leer und abgewirtschaftet da, wie es auf den Fotos von Peter Granser scheint. In hellen Farben hält der 1971 geborene Fotograf den Stillstand der Riesenräder, Imbissbuden und Achterbahnen fest. Wie schon vor ihm Walker Evans, Weegee oder Mary Ellen Mark schöpft Granser aus Coney Islands Unterschichtencharme und seinem Reichtum an Freaks. Peter Granser: Coney Island. Ostfildern 2006 (Hatje Cantz). 100 S., E 36,- / N. S.


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