NÜCHTERN BETRACHTET

The Man Who Wasn't There

Kultur | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

Der Mann, von dem heute die Rede sein soll, wünscht, anonym zu bleiben. Offenbar hat er etwas zu verbergen. Es ist schön, Freunde zu haben, die von einer zarten Aura der Verruchtheit und des Verbrechens umflort sind. Umgekehrt ist es sicher angenehm, mit so diskreten Menschen wie mir befreundet zu sein. Ich will mich also mit der Andeutung bescheiden, dass es sich bei meinem Freund um einen derzeit sehr gefragten Dramatiker handelt, der seit Beginn seiner Karriere die Schrulle kultiviert, seinen Vornamen hinter den Nachnamen zu setzen, welcher wiederum - ich meine den vorgezogenen Nachnamen - die orthografisch leicht deviante Variante einer hierzulande sehr gebräuchlichen Bezeichnung für ein gerne verspeistes Nutzgeflügel darstellt. "Der Mann", wie wir ihn der Wahrung seiner Anonymität wegen hier nennen wollen, lebt eigentlich in der Schweiz, genauer in Biel, ist aber als Kind mal ins Kaffeefass gefallen und saust seitdem in der Weltgeschichte herum wie der sprichwörtliche Schas


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