STADTRAND

Planieren? Planen!

Stadtleben | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

Wochenlang war die Hernalser Hauptstraße gesperrt. Wer sie kennt: keine so schöne Gegend, viele leere Geschäfte, Ramschläden und deshalb wohl auch nur eine Durchzugsstraße. Man baute, teerte und planierte. Aber man plante offenbar nicht. Denn bis auf den neuen Fahrbahnbelag schaut die Hernalser Hauptstraße nicht viel anders aus. Der Verkehr rauscht demnächst wieder mehrspurig Richtung Gürtel, die Fußgänger haben genauso wenig Platz wie zuvor, und Radler müssen sich radspurlos an parkenden Autos vorbeikämpfen. Vielleicht gibt's ja jetzt ein paar Parkplätze mehr als zuvor. Vielleicht kann die Straßenbahn jetzt noch besser um die Kurven brausen, vielleicht haben die Anrainer noch ein bisschen mehr Lärm und Gestank. Verkehrsinfarkttechnisch wird sich in dieser Gegend aber nach dem Umbau nicht viel ändern. Pendler werden morgens wieder hinter den Fiakergespannen herschleichen, rücksichtslos überholen, Lkw die Abkürzung in die Stadt suchen und Reisebusse querstehen. Planieren muss wohl sein. Doch planen wär auch nicht schlecht. Auch wenn's nicht um die City geht, sondern nur um so was wie Hernals. C. W.W


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