Krieg in Wien

Stadtleben | Saskia Jungnikl Und Nicola Löwenstein | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

FREIZEIT In der Stadt herrscht Krieg - gespielter Krieg. Paintballer, Computerfreaks und Möchtegernagenten schlagen sich oft mit Vorurteilen herum. Banalisieren Kriegsspiele tatsächlich Gewalt, oder sind sie ein harmloses Freizeitvergnügen?

Schmerzen gehören dazu. Trotz Gesichtsvisier, Brustschutz und Handschuhen müssen Spieler beim Paintball mit Blutergüssen rechnen. Blaue Flecken schrecken Jakob Weichenberger nicht ab. Der 23-Jährige fährt dreißig Kilometer von Wien nach Trautmannsdorf bei Schwechat, um auf Menschen zu "schießen". Bei der Sportart Paintball treten zwei Teams gegeneinander an. Zu Beginn verteilen sich die Spieler auf einem etwa 4000 Quadratmeter großen Spielareal. Verschanzt hinter Heuballen, Holzwänden und Autoreifenstapeln gibt es nur zwei Ziele: die andere Seite zu erobern und den Gegner auszuschalten. Jeder Spieler erhält einen "Markierer". Das pistolenähnliche Gerät mit langem Lauf, Luftdruckflasche und Behälter für die "Munition" verschießt mit einer


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