KRIEGSSPIELWOCHEN

Gspritzte Jagd

Nicola Löwenstein | Stadtleben | aus FALTER 35/06 vom 30.08.2006

Sogar der Pizzalieferant könnte ein Feind sein. Gefahren lauern hinter jeder Ecke für die Spieler von "StreetWars Vienna". Drei Wochen lang bekämpfen Menschen einander rund um die Uhr. Ihre Waffen: Spritzpistolen und Wasserbomben.

Zum zweiten Mal findet ab 3. September das Wasserpistolenturnier "StreetWars" in Wien statt. Um Mitternacht übergibt der vermummte Veranstalter allen Teilnehmern den "Steckbrief" eines Mitspielers. Auf dieser Karte finden sich Name, Adresse, Arbeitsplatz und Foto einer "Zielperson". Nun müssen alle Spieler ihrem persönlichen Opfer auflauern und es mittels Wasserstrahl ausschalten. Jeder Straßenkrieger ist dabei gleichzeitig Jäger und Gejagter. Zeitpunkt und Ort der Angriffe bleiben den Kontrahenten selbst überlassen. Arbeitsplatz, öffentliche Verkehrsmittel und fahrende Autos sind "sichere Zonen", Attacken sind hier verboten. Wer sein Opfer mittels Wasserstrahl eliminiert, übernimmt dessen Zielperson. Der Straßenkrieg endet, wenn nur mehr ein Teilnehmer

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