SA gegen SS

Kurt Bauer | Politik | aus FALTER 36/06 vom 06.09.2006

NS-AUFARBEITUNG Das neue Buch von Hans Schafranek enthüllt bisher unbekannte Hintergründe des gescheiterten Naziputsches vom 25. Juli 1934.

Als Erinnerungsstütze für Geschichtsmuffel: Am 25. Juli 1934 besetzte eine Einheit der illegalen Wiener SS-Standarte 89 handstreichartig das Bundeskanzleramt. Die seit Mitte 1933 in Österreich verbotenen Nationalsozialisten hatten geplant, die Regierung während einer Ministerratssitzung festzunehmen und die Einsetzung einer neuen, nazifreundlichen zu erzwingen. Zeitgleich sollte die SA, alarmiert durch eine Durchsage des von SS-Leuten besetzten Rundfunks, überall im Land die lokale Macht ergreifen. Das ging bekanntlich alles höchst spektakulär daneben.

Über die Umstände des Putsches im Kanzleramt, insbesondere die Ermordung von Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, ist viel spekuliert worden. Vermutlich wurden die verdächtigsten Spuren von beiden Seiten - Austrofaschisten und Nazis - zu gut verwischt, als dass man zu den offenen Fragen noch seriöse

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige