PRESSESCHAU

Medien | Gerald John | aus FALTER 36/06 vom 06.09.2006

Diese Kolumne ist garantiert Natascha Kampusch-frei - bis auf eine kleine Würdigung zu Beginn. Der Kurier hat jenen jungen Mann aufgestöbert, der Wolfgang Priklopil mit einem Anruf so ablenkte, dass dessen Opfer flüchten konnte. Eine originelle Fußnote einer hundert Mal erzählten Geschichte. Auch die Schweizer Weltwoche berichtet über die causa prima, Highlight der letzten Nummer ist aber das vom englischen Lifestylemagazin GQ zugekaufte Interview mit Paris Hilton. "Nichts für ungut, aber ich bin mir nicht sicher, was sie eigentlich tun", eröffnet Starjournalist Piers Morgan das Duell mit einer unverschämten Frage, die sich auch gut für orange Staatssekretäre eignen würde. Die Hotelerbin entpuppt sich in der Folge als kongeniale Partnerin - weil sie das eigene Klischee von der ausgeflippten Skandalnudel konsequent widerlegt. Gekonnt spielt Morgan am Ende den Empörten: "Jetzt hören Sie mal: Sie sind angeblich ein sexbesessenes, reiches wildes Partykind, kein abstinenter, asexueller Workaholic. Das ist doch absurd. Sie sind 25, also ziehen Sie los und benehmen sich auch so."


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige