"Besser ist relativ"

Friedrich Kurrent setzt sich zum Interview in Sommerein am Leithagebirge auf die Steinbank vor die alte Kirche, die er Anfang der Sechzigerjahre für seine Lebensgefährtin, die Bildhauerin Maria Biljan-Bilger, in ein Atelierhaus umbaute. "I

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 36/06 vom 06.09.2006

Über seinem von einem Panamahut bedeckten Kopf wuchert der Efeu, die Barthaare haben seit Jahrzehnten keine Rasierklinge mehr zu fürchten. Auf dem Steintisch liegen Feuilletonseiten, Kurrent serviert eine Dopplerflasche Weißwein, einen Teller mit Zwetschkenkuchen und blickt auf die Taschenuhr: Hat der türkische Kaffee lang genug geköchelt? Zum Essen geht Kurrent zum Heurigen und in eine Konditorei im Nachbarort; das Dorfgasthaus hat kürzlich zugemacht. Selbst kocht er auf einer Elektroplatte nur das Nötigste, manchmal eine Knackwurst.

ARCHITEKTUR Der Architekt Friedrich Kurrent wird 75. Als Lehrer, Redner, Ausstellungsmacher, Denkmalretter und Publizist hat er sich einen Namen gemacht, gebaut hat er kaum was.

ch lass es einfach wachsen", sagt er.

In seiner vor fünf Jahren erschienenen Monografie zählt Kurrent seine Mitgliedschaften auf: Mitglied des von Le Corbusier begründeten Congrès Internationaux d'Architecture Moderne seit 1955, Mitglied Nummer sechs des Wiener Filmmuseums,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige