NÜCHTERN BETRACHTET

Ride the High Country

Kultur | aus FALTER 36/06 vom 06.09.2006

Alles, was ein Mann braucht, ist was zum Rauchen und 'ne Tasse Kaffee. Das war früher, als der Kaffee noch verbeulte, rußschwarze Zweieinhalbliterkannen bewohnte (wie er da reingekommen ist, hat übrigens noch nie ein Mensch gesehen) - und selbst 1868 hat das niemand wirklich geglaubt. Heute, wo der Kaffee aus klobigen Maschinen rinnt, muss ein Mann auch mal raus aus der Stadt, raus aus den Non-Smoking-Areas der Teestuben, um den Wind in seinen Haaren zu spüren und ein bisschen Rauch in die Raulederjacke zu kriegen. Vielleicht verbrennt draußen in der Vorstadt jemand ein bisschen Laub in seinem Garten. Aber, ach, und: ach was, Vorstadt! Nein, heute, unter diesem Fernwehhimmel kann es nicht genügen, den Speck-und Schrebergartengürtel der Stadt hinter sich zu lassen. Die Worte von Häuptling Wiesengrund ziehen uns durch den Kopf: "Schönheit der amerikanischen Landschaft: dass noch dem kleinsten ihrer Segmente, als Ausdruck, die unermessliche Größe des ganzen Landes eingeschrieben

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