Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 36/06 vom 06.09.2006

SEX

Wasserfrage Heute wird mit einem Gerücht aufgeräumt, unsere Nachfahren sollen es mal leichter haben. Folgende Beobachtung entspringt nur bedingt der eigenen Patschertheit, umfangreiche Recherchen haben ergeben: Sex in der Badwanne ist fad. Sie ist für alles, was sie bietet, ein mieser Kompromiss. Wenn's um die blauen Flecken geht: Hier gibt es einschlägige Verhaltensweisen, wo man sich, je nach Absprache, die Platzierung derselbigen sogar aussuchen beziehungsweise sie sich später augenzwinkernd zeigen kann ("Weißt du noch, Schatz, als du mir den Oberschenkelhals durchgeknufft hast?"). Sollte wer auf Absaufen stehen, ist spektakuläreres Wasser zu empfehlen. Das Meer zum Beispiel oder wenigstens der Mödlingbach. Dort ist man später auch ein würdiger, weil naturdurchwirkter grausiger Fund. Für die angemessenen Kreislaufkollapse empfehle ich die Sauna, - da ist es auch nass und so ein bissl duftdiffus ein oft gewünschtes erotisches Element. Was anderes ist's mit Jacuzzis. Die sind geil.

HEIDI LIST

Fussball

Hansi Nero Hans Krankl braucht dringend einen Job, der ihn davon abhält, sich zum Narren zu machen. Seit der stolze Goleador als Teamchef abgesetzt wurde, kommt er aus dem Schmollwinkel nicht mehr heraus; nachdem ihm nun auch noch sein Herzensverein Rapid die kalte Schulter zeigte, reagierte er in seiner Österreich-Kolumne mit größenwahnsinnigem Realitätsverlust: "Ein Hans Krankl ist bei Rapid nicht mehr zu verhindern." Für seinen sagenhaften Sturschädel und seinen grandiosen Kindskopf lieben ihn seine Fans; auch dass Krankl stets selbst sein größter Fan war, gehörte dazu. Jetzt aber wird's langsam lächerlich. Wenn das so weitergeht, zündet Hans Krankl irgendwann noch das Hanappi-Stadion an und spielt dazu die Lyra. FC Barcelona, bitte melden!

WOLFGANG KRALICEK


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