Sport - oder was?

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 36/06 vom 06.09.2006

FREIZEIT Tae-Bo war gestern. In der gerade startenden Saison formt man mit "Funky Jumping", "Cebarhko" oder "Video-Clip-Dancing" seinen Körper. Aber auch mit Wandern, Kegeln oder Meditieren. In Wien gibt es jedenfalls viele Möglichkeiten dafür, bloß: Was ist überhaupt Sport, wer legt das fest und wer bezahlt die Kosten?

Sport?", wiederholte die übergewichtige Kandidatin in der ATV-Dokusoap "Du bist, was du isst" die ihr gestellte Frage, ob so etwas auch Bestandteil ihrer Freizeit wäre. "Klar, Rapid ist meine Mannschaft, und ich bin jeden Samstag am Platz", kam sofort die überzeugte Antwort.

Da mag man sich vielleicht der Meinung des deutschen Journalisten Wolfgang Reus anschließen, der sich über jene Menschen mokierte, für die es schon Sport sei, wenn sie Münzen in den Zigarettenautomaten werfen, aber Sport ist zu einem weitreichenden Bestandteil unserer Freizeit-und Unterhaltungskultur geworden, dessen gesundheitliche, wirtschaftliche und identitätsstiftende Effekte erst langsam


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