STRAFEN FÜR ILLEGALE PFLEGE

"Verhört wie ein Verbrecher"

Politik | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

Weil offizielle Pflegekräfte rar und teuer sind, greifen viele Alte und Kranke auf illegale Betreuer aus dem Ausland zurück. Doch wer aus Not auf Hilfe vom Schwarzmarkt zurückgreift, riskiert hohe Strafen - entgegen den Beteuerungen mancher Politiker.

Fall 1 Herr A.* aus Kärnten erzählt: "Mein Schwager hat im Frühjahr 2004 für seinen 96-jährigen Vater eine slowakische Pflegerin beschäftigt, als Urlaubsvertretung, nur für einen Zeitraum von einer Woche. Mitte April 2004 tauchten mehrere Beamte des Zollamtes Villach in der Wohnung auf und verhörten ihn. ,Verstoß gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz' hieß das Verbrechen, das er begangen hatte. Und schon, ruckzuck, hat er eine Strafe gekriegt. 1000 Euro! Und die slowakische Pflegerin musste froh sein, dass sie keinen Vermerk in den Pass gekriegt hat.

Ich selbst hab mich wegen der Sache an den damaligen Sozialminister Herbert Haupt von der FPÖ gewandt. Ob ich eine Antwort erhalten hab? Nein, natürlich nicht. Nicht einmal ignoriert


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