Bildungssystem steht infrage

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

PSYcHOLOGIE Berater Max Friedrich erklärt, warum nach dem Fall Kampusch die Lehrbücher umgeschrieben gehören, warum das Bildungssystem wankt und warum es Kollateralschäden verursacht, ihn der Eitelkeit zu zeihen.

Er ist Kinder-und Jugendpsychiater, Universitätslehrer, Präsident der Roten Nasen, Gesellschaftskritiker, Fachmann für Erziehungsfragen, Vater von vier Kindern und laut seiner eigenen Definition Natascha Kampuschs "großväterlicher Freund". Der 61-jährige Arzt, der wie kein anderer medial präsent ist, musste sich in den letzten Wochen Kritik gefallen lassen. Im Gespräch mit dem Falter stellt Friedrich Überlegungen an, wie der Fall Kampusch unsere Auffassung von Bildung erschüttern könnte.

Falter: Als Sie Natascha Kampuschs Brief verlasen, betonten Sie, sie hätte Ihnen den Text lediglich diktiert. In ihrem ORF-Interview sagte sie aber, das Wort "Raum" als Bezeichnung für ihr Verlies stamme nicht von ihr, sondern von Ihnen. Wie authentisch war denn der Brief nun?

Max


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