Kommentar

Josefstadt: neuer Mann, neues Glück?

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

Herbert Föttinger, der frischgebackene Direktor des Theaters in der Josefstadt, eröffnet diese Woche seine Amtszeit (siehe Seite 65). Der neue Chef hat nicht nur einen interessanten Spielplan vorgelegt, er vermittelt auch ziemlich authentisch, dass ihm sein Job ein echtes Herzensanliegen ist. Der Mann brennt vor Leidenschaft für sein Theater. Er wird sie brauchen. Um die Aufgabe, die vor ihm liegt, ist er nicht zu beneiden.

Das Theater in der Josefstadt ist ein traditionsreiches, schönes Haus, das außerhalb Wiens seit Jahrzehnten weniger als Theater denn als Sehenswürdigkeit wahrgenommen wird. Die Josefstadt gilt als drolliges Wiener Unikum, in dem die Zeit stehen geblieben ist und in dem Schnitzler und Nestroy wie vor hundert Jahren gespielt werden. Wer die Josefstadt in den vergangenen zwanzig Jahren ab und zu auch von innen gesehen hat, weiß, dass das Klischeebild nicht ganz der Wirklichkeit entspricht. Aber dass in der Josefstadt zeitgenössisches Theater gespielt würde, kann


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige