Der Duft der Frauen

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

FILM Geld stinkt nicht: die fünfzig Millionen Euro teure, misslungene Verfilmung von Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" durch Tom Tykwer.

Aus dem Dunkel der Leinwand stößt in Großaufnahme eine Nase hervor ins Scheinwerferlicht. Dann saust die Kamera durch eins der Nasenlöcher zurück in die Finsternis, und der Titel des Films erscheint: "Das Parfum". Genauso, inklusive Off-Erzähler und wabernder Musik, hat man sich das immer vorgestellt, sollte eines Tags jemand auf die Idee kommen, Patrick Süskinds "unverfilmbaren" Roman doch noch ins Kino zu bringen.

Bernd Eichinger, als Großproduzent ein Spezialist für aussichtslose Fälle (zuletzt: "Der Untergang"), und Tom Tykwer, sein Regisseur und Musterschüler, setzen auf der niedrigsten Ebene an. Statt einer Schreckensvision kriegt man einen Bilderbogen serviert, der unstet zwischen glatter Werbeästhetik und sinnloser Detailversessenheit schwankt; ein Film, der keine eigenen Bilder für das findet, was er erzählen will, und deshalb


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