"Eros ist ein großes Zelt"


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

LITERATUR Helmut Krausser erzählt in seinem neuen Roman "Eros" von lebenslang unerfüllter Leidenschaft. Im Interview spricht er über seine Charaktere, das "Lektorat" von Daniel Kehlmann und die Beatles.

Helmut Krausser, Jahrgang 1964, gehört mit Büchern wie "Fette Welt", "Der große Bagarozy" oder "Die wilden Hunde von Pompeii" zu den meistbeachteten deutschen Autoren der jüngeren Generation. Mit dem soeben erschienenen "Eros" hat er einen Roman geschrieben, der sich nicht nur um eine obsessive Liebe dreht, sondern diese auch vor großer Kulisse inszeniert. Der schwer kranke Alexander von Brücken, Jahrgang 1930, heuert einen Schriftsteller an, um von diesem sein Leben aufzeichnen zu lassen. Bestimmt wurde es von der Zuneigung zu Sofie, der von Brücken zum ersten Mal im Luftschutzbunker näher kommt. Nach dem Krieg steigt von Brücken allmählich zu einem der mächtigsten Industriellen des Landes auf. Seine beträchtlichen finanziellen Mittel setzt er vor allem dazu ein, Sofie ausfindig

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