NÜCHTERN BETRACHTET

Dienstreise nach Dänemark

Kultur | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

Letzten Dienstag war ich auf Dienstreise in Dänemark, weswegen ich hier einmal ein bisschen knisternde Jetset-Atmo verbreiten kann. Mein Bruder fliegt jeden Dienstag nach Glasgow, Gdansk oder irgendeine der unpittoresken Städte Frankreichs, die noch deprimierender sind als Amiens, Brest oder Cannes, aber ich habe damit praktisch das Spesenkonto fürs ganze Jahr verputzt und kam mir sehr weltmännisch vor. Dieses Feeling wurde dadurch gedämpft, dass man bei Scandinavian Air nicht mal einen Kaffee oder ein Wasser umsonst kriegt, geschweige denn ein Gin Tonic. Dabei hätte ich den nicht mal geschenkt genommen, denn ich war voller guter Vorsätze. Die Aussicht, alleine einen Abend lang in einer Backsteinfuzo herumzuirren, um Mineralwasser im Wert von Michael Perchins skandinavischem Fabergé-Ei wegzubürsteln, bereitete meinem Abstinenzprogramm allerdings ein jähes Ende. Da legen wir doch lieber noch ein Eichen drauf und investieren in die lokalen Hopfenmalzprodukte. Von Tuborg sollte man


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