Der Elefant bedauert

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

KULTURELLES ERBE Am Sonntag ist "Tag des Denkmals". Damit möchte man uns Denkmalschutz, bekannte und unbekannte Bauwerke erklären. Was jetzt nach Bürokratie klingt, kann spannend werden - zumal man auch Orte besuchen kann, die sonst nicht öffentlich sind. Schwerpunktthema heuer ist das Wasser.

Friedrich Ohmann würde sich freuen. Der Architekt plante vor fast genau hundert Jahren das Wienflussportal beim Stadtpark, also jenes Monument, das den Fluss an der Stelle schön einkleidet, wo er aus der Überbauung wieder im Freien fließen darf. Die Bauzeit damals dauerte nicht einmal ein Jahr. Im November 1906 fand die feierliche Eröffnung statt, gekostet hat der Spaß stolze 556.000 Kronen. Okay, der Kreativität setzte das Kapital schon damals tüchtig Grenzen. Die Sache mit den wasserspeienden Elefanten war der Stadt dann doch zu teuer, ebenso wie der künstliche Wasserfall über dem Schlussstein des Portals, der dem Fluss aus dem Dunkeln etwas Schleierhaftes hätte verleihen sollen. Herrlich


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