Die Welt als Spielplatz

Stadtleben | Saskia Jungnikl | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

STADTMENSCH Keramik ist Street-Art-Künstler in Wien. Er versucht, mit seinen Bildern auf Dinge aufmerksam zu machen, die gar nicht da sind.

Er will die Menschen sensibilisieren, ihren Blick schärfen und dafür sorgen, dass sie ihre Umwelt verstärkt beachten. Keramik ist Graffitisprayer und Künstler. In seiner neuen Ausstellung bearbeitet er eigene Fotografien mit Spraydosen und Textmarkern und versucht, Formen zu erschaffen, die nicht da sind oder nur nicht gleich auffallen. "Ich will, dass die Leute sehen, was in der Natur alles vorhanden ist. Aus einem Ast wird eine Schlange, ein Baum lacht auf einmal", sagt er, "das reizt das Auge und das Hirn wird gefordert".

Mit dreizehn radelte er durch die Stadt und entdeckte legale und illegale Graffiti. Diese Möglichkeit der Präsentation gefiel ihm und Keramik begann mit dem Sprayen. Wie es sich für Graffitisprayer gehört, suchte er sich den Künstlernamen und einen Schriftzug und malte auch stets einen character: eine Comicfigur zu seinen


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