TIER DER WOCHE

Blödchen

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 37/06 vom 13.09.2006

Intelligenztests leiden unter dem Vorwurf, dass die einzelnen Testbeispiele immer kulturspezifische Eigenheiten enthalten, die - je nachdem, worauf man Wert legt - von Menschen mit bestimmten Vorerfahrungen leichter oder schwerer gelöst werden können. Ist zum Beispiel das Fortsetzen logischer Zahlenreihen ein besseres Indiz für Intelligenz als die Fähigkeit, komplexe Rhythmen nachtrommeln zu können? Dann erkannte man auch, dass Selbstbewusstsein, Empathie und soziale Kompetenz ebenso Qualitäten intelligenter Menschen sind, die aber bei IQ-Berechnungen keine Berücksichtigung finden.

Also erfand man den Trotteltest. Dabei wird eine offenbare, meist recht plumpe Fälschung in Umlauf gebracht. Jene, denen es an der normalen Portion Hausverstand mangelt, fallen darauf herein, enttarnen sich öffentlich als Trotteln und können so der Gesellschaft keinen Schaden mehr zufügen. Beispiele dazu gibt es viele: Der Reporter Gerd Heidemann ließ die Zeitschrift Stern um 9,3 Millionen D-Mark 62


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