NEUES RESTAURANT

Diätplan

Steiermark Stadtleben | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

Wenn Erich Wegscheidler Ende September den Schlüssel in der Tür seines Schloßbergrestaurants zum letzten Mal umdreht, warten schon die Bagger. Doch wie viel von den ursprünglich hochtrabenden Plänen für das Schloßbergrestaurant neu übrig bleibt, ist noch unklar. Sicher ist, dass die hoch verschuldete Stadt nun kein Geld beisteuert: "Die Verhandlungen mit dem Rathaus haben ergeben, dass die Stadt sich nicht beteiligt. Wir müssen abspecken", meinte Stadtwerke-Vorstand Wolfgang Malik im Juni. Statt 4,2 Millionen Euro stehen den Architekten Andexer und Moosbrugger nur 2,5 Millionen zur Verfügung. Nun wackelt die Skybar samt Dachterrasse, ein Glaswürfel, der ursprünglich das Dach des neuen Restaurants krönen hätte sollen. Auch die geplante Verbindung zwischen dem Restaurant und der Konzertbühne in den Kasematten ist nun nicht mehr realistisch.

"Es wird trotzdem ein architektonisch attraktiver Bau mit einem Fassungsvermögen von bis zu 800 Personen", verspricht Michael Krainer von den Stadtwerken. Geplant ist eine Veranstaltungs-und Ausflugsgastronomie zu moderaten Preisen. Als aussichtsreicher Kandidat für die Pacht wird Franz Grossauer gehandelt, dem in der Innenstadt das Glöcklbräu und die Gösser gehören. Grossauer sei schon mit den Stadtwerke-Leuten vor Ort gewesen, um sich umzusehen, sagt Wegscheidler. Eine ganzheitliche Lösung für den Grazer Hausberg inklusive Schloßberg-Card und der Renovierung der antiquierten Märchengrottenbahn - wie sie den Stadtwerke-Chefs vorschwebt - liegt aber in weiter Ferne. Auf dem Schloßberg könnten sich die einzelnen Gruppen - "von Eichkatzerlfraktion bis Baumschützer" - nicht einigen, sagt Graz-Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr. "Wir müssen froh sein, dass das Restaurant jetzt kommt, alles andere geht nur Schritt für Schritt."


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige