Liebe Leserin, lieber Leser!


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

Bleiern lümmelt der feuchte Abendhimmel über dem Donaukanal und wischelt gelangweilt auf den News-Tower. Normalerweise wird um diese Zeit im Layout-Flügel des Falter mit zunehmender Begeisterung die vierte Strophe der Firmenhymne gegrölt ("Spät ins Bett und früh am Schirm / Nichts zum Frühstück, viel fürs Hirn / Wenig Bilder, viele Worte / Wir essen Brot und keine Torte / Trinken Tee und meiden Wein / Arbeit adelt unser Sein ..."), aber heute ist die Stimmung stark gedrückt, weil einer fehlt: Christian "Sulze" Sulzenbacher, der einstige Paganini des Stanleymessers und der Wachsmatrize und nunmehrige XPress-SFX-Wizard is not in da house. Schmerzhaft müssen wir seine zwischen schwarze Converse und schwarze Mütze geklemmte schmale Silhouette missen, mit der er - soft spoken and nimble fingered - die Spalten dieser Zeitung zum Swingen zu bringen pflegt. Keine und keiner hier kann sich an einen Montag erinnern, an dem er je gefehlt hätte, krank, auf Urlaub gewesen wäre oder irgendeinen

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