WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 38/06 vom 20.09.2006

WAS WAR

Angriffe auf HPM Als Reaktion auf Falter-Recherchen trennte sich Hans-Peter Martin vergangene Woche von seiner Mitstreiterin Gabriele Wladyka. Er habe von ihren radikalen Sagern gegen die EU ("Völkerkerker") nichts gewusst, rechtfertigte sich der Nationalratskandidat. Nicht nur Wladyka bestritt in der Folge Martins Darstellung. Die EU-Parlamentarierin Karin Resetarits, einst Verbündete des Vorarlbergers, schreibt Martin in einem offenen Brief: Nie habe Wladyka "einen Hehl daraus gemacht, dass sie die EU ablehnt. (...) Im Fall Wladyka zeigt sich wieder deine Charakterschwäche: Menschen, die dir nicht nutzen, werden fallengelassen."

WAS KOMMT

Kasperltheater zur Wahl Wo schreien links angehauchte Kabarettbesucher geschlossen nach "Wolfgang"? Im Rabenhoftheater ( www.rabenhof.at). Dort zeigt das Synchronkomikertrio Maschek bis 23. Oktober aktualisierte Vorstellungen ihres Politkasperltheaters "Bei Schüssels". Unter den Stars des Abends: ein von Selbstzweifeln zerfressener Alfred Gusenbauer, der sich ohne Spindoktor nicht einmal richtig anziehen kann: "Deshalb bin i mit die Leggings von meiner Frau zum Wandern gegangen."

WAS FEHLT

Folter im Gesetzbuch Angesichts der milden Urteile gegen jene vier Polizisten, die den Schubhäftling Bakary J. folterten (der Falter berichtete), fordert der Menschenrechtsbeirat nun die Entlassung der verurteilten Polizisten aus dem Dienst, eine volle Wiedergutmachung für Bakary J. und den Strafbestand der Folter im österreichischen Strafgesetzbuch.


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